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Forschungsbericht der Medizinischen Fakultät der FAU (Berichtszeitraum 2011 – 2012)176
Sprecher
Prof. Dr. med. Kai-Uwe Eckardt
Ansprechpartner:
Dr. med. Stephanie Titze
Anschrift
Medizinische Klinik 4, Nephrologie und
Hypertensiologie
Universitätsklinikum Erlangen
Tel.: +49 9131 8543068
Fax: +49 9131 8533388
www.gckd.de
Aufgaben und Struktur
Zunehmend mehr Menschen leiden an chroni-
schen Nierenerkrankungen. Es ist davon auszu-
gehen, dass bereits mehr als zehn Prozent der
Bevölkerung in Deutschland betroffen sind.
Eine Einschränkung der Nierenfunktion kann
bis zur Dialysepflichtigkeit fortschreiten. Nie-
renpatienten haben zudem ein stark erhöhtes
Risiko, Erkrankungen des Herz-Kreislauf- Sys-
tems, wie z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall, zu
erleiden. Die individuellen Krankheitsverläufe
sind sehr unterschiedlich. Warum das so ist und
von welchen Faktoren ein schneller Krankheits-
verlauf abhängt, ist weitgehend unklar.
Kontrollierte klinische Studien waren auf dem
Gebiet der Nierenerkrankungen bisher seltener
als in anderen Fachdisziplinen. Deshalb wird
unter der Leitung der FAU in Zusammenarbeit
mit den Universitäten Aachen, Berlin, Freiburg,
Hannover, Heidelberg, Innsbruck, Jena, Mün-
chen, Regensburg und Würzburg und einem
Netzwerk von etwa 200 niedergelassenen
Nephrologen in ganz Deutschland eine gro-
ße Beobachtungsstudie durchgeführt. Ziel ist,
an einer sehr großen Patientenzahl über einen
langen Zeitraum umfassende Erkenntnisse über
die unterschiedlichen Verläufe zu gewinnen
und somit Möglichkeiten zur Früherkennung
und Behandlung von Nierenerkrankungen zu
verbessern - durch gezieltere Nutzung beste-
hender Methoden und Entwicklung neuer Ver-
fahren. Die Studie wird von der KfH-Stiftung
Präventivmedizin und vom BMBF gefördert.
Forschung
Über 5.200 Patienten mit eingeschränkter Nie-
renfunktion wurden in die Studie aufgenom-
men und sollen über einen Zeitraum von zehn
Jahren beobachtet werden. Beobachtungen
zum Krankheitsverlauf, zu Beschwerden und
Komplikationen werden mit Erbinformationen
und Messergebnissen in Blut- und Urinproben
verglichen und statistisch-epidemiologisch aus-
gewertet.
Mit Hilfe der GCKD-Studie sollen Risikofaktoren
identifiziert werden, die den Verlauf der Nie-
renerkrankung beeinflussen. Außerdem soll ge-
klärt werden, warum nierenkranke Menschen
für Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlagan-
fall besonders gefährdet sind. Dazu sollen die
Auswirkungen von Nierenerkrankungen auf die
allgemeine Gesundheit und die Lebensqualität
erfasst werden.
Diese neuen Erkenntnisse über Komplikationen
und Verlauf sollen spezialisierte Diagnostik und
gezielte Behandlungsmaßnahmen ermöglichen,
so die Prognose verbessern und helfen, Dialyse-
pflichtigkeit zu vermeiden.
BMBF-VERBUNDPROJEKTE UND ANDERE NETZWERKE
German Chronic Kidney Disease (GCKD-Studie):
Nationale Kohortenstudie zu chronischer
Nierenerkrankung
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